Therapiehund - Ergotherapiepraxis Zimpel in Torgau

Therapiehund ‚Max‘ – Der Hund als Co-Therapeut

Das bin ich

Therapiehund Max - Ergotherapiepraxis Zimpel in Torgau

Mein Name ist Max, ich wurde am 09. Februar 2009 als ein Schäferhund-Husky-Mix geboren.
Beim Besuch der Hundeschule wurde ich für die Rettungshundestaffel ausgebildet. Aus gesundheitlichen Gründen musste ich meinen Job bei der Hundestaffel bald an den Nagel hängen.
Danach hatte ich viel Langeweile, aber mein Frauchen erkannte es und wollte mit mir zusammen arbeiten. Unsere gemeinsame spannende Ausbildung zum Therapiehund begann im Januar 2013 und dauerte bis Juni 2013. Dort hatte ich viel zu lernen und bin immer noch dabei. Wenn Ihr mich bei der Arbeit trefft, dann findet Ihr einen lebensfrohen, aufgeregten und nach Streicheleinheiten süchtigen und manchmal auch trampeligen Hund Max vor, der alle seine Patienten mit viel Freude und Herzlichkeit begrüßt.

Ergotherapeutin Therapieund - Ergotherapiepraxis Zimpel in Torgau

Allgemeines

Im Laufe der menschlichen Geschichte spielten Tiere schon immer eine wichtige Rolle in unserem Leben. Der Hund hat in der Zeit für viele Menschen den Stellenwert eines Freundes oder Partners eingenommen, dessen Anwesenheit eine große Faszination ausüben kann. Sie fesseln das Interesse, erregen unsere Aufmerksamkeit und lösen eine Vielfalt an Emotionen aus. Der Hund ist ein Teil der Familie geworden und spielt ebenso eine wichtige Rolle in der Entwicklung eines Kindes. Viele Tierhalter sind davon überzeugt, das Ihnen der Hund bei der Bewältigung von Problemen und Belastungen des Alltages helfen kann. Er wird als Wesen mit eigener Individualität  wahrgenommen.

Entwicklung der tiergestützten Therapie

Tiere wurden schon sehr früh in unserer Geschichte zur Verbesserung des Wohlbefindens eingesetzt. In Deutschland wurden die ersten Erfahrungen in diesen Bereich im 19. Jahrhundert in einer Rehabilitationseinrichtung gemacht. Auf Grund der Entwicklung der Naturwissenschaften in der Medizin und den Erkenntnissen der Hygiene wurde das Tier aus therapeutischen Einrichtungen leider verdrängt.  Erst Mitte des 20. Jahrhundert wurde der Hund als vielseitiger therapeutischer Begleiter wahrgenommen. Viele Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte begannen sich mit der heilenden Wirkung von Hunden auseinanderzusetzen und diese zu dokumentieren. Man stellte fest, dass es sich gravierend auf den Behandlungserfolg in den Praxen auswirkte. In den letzten Jahren hat sich die Arbeit mit Tieren in Deutschland ausgeweitet. So werden im besonderen Hunde in der Behandlung von Menschen mit Behinderung, zur Förderung und dem Erhalt von Alltagskompetenzen in Senioren- und Pflegeheimen, zur Stärkung von Sozialkompetenz in Kindergärten und Schulen als Resozialisierungsmaßnahmen im Strafvollzug eingesetzt.

Tierschutz

Prager Richtlinien zum Einsatz von Tieren bei tiergestützten Aktivitäten und Therapien ( 1998 ):

  1. Es werden nur Heimtiere eingesetzt, die durch Methoden der positiven Verstärkung ausgebildet wurden und artgerecht untergebracht und betreut werden
  2. Es werden alle Vorkehrungen getroffen, damit die Tiere keinen negativen Einflüssen ausgesetzt sind
  3. Der Einsatz von Tieren in helfender bzw. therapeutischer Funktion sollte in jedem Einzelfall begründete Erfolgsaussichten haben
  4. Es sollte die Einhaltung von Mindestvoraussetzungen garantiert sein und zwar im Hinblick auf Sicherheit, Risiko-Management, körperliches und psychisches Wohlbefinden, Gesundheit, Vertraulichkeit sowie Entscheidungsfreiheit. Ein angemessenes Arbeitspensum, eine eindeutig auf Vertrauen ausgerichtete Aufgabenverteilung sowie Kommunikations- und Ausbildungsmaßnahmen sollten für alle beteiligten Personen klar definiert sein.